Ayurveda - Live Life at it`s Best

In einer schnell-lebigen Welt, die uns mit Eindrücken und Informationen überflutet, wo wir kaum Zeit haben anzuhalten und ausgebrannt sind, sehnen wir uns immer stärker nach natürlicher und ausgewogener Lebensweise. Sei es nur in Form einer Auszeit, die uns wieder ins Lot bringt.

Innere Ruhe und Harmonie, auf den eigenen Körper und Geist achten lassen den Menschen langfristig seine Balance halten und gesund bleiben.

Ayurvedische Heilkunst definiert Gesundheit als harmonische Einheit von seelischem Bewusstsein und körperlicher Funktion, die sich in der für das Individuum passenden Lebensweise widerspiegelt.

Ayurveda liegt nicht ohne Grund im Trend der Zeit, denn es ist vielseitig einsetzbar. Es eignet sich zur Prävention von Krankheiten, zur Stressbewältigung, wie auch zur Heilung, Revitalisierung aber auch Verjüngung.

Der Fokus liegt auf dem Ursprung von Problem und Folgewirkung/Beschwerde und nicht auf der Behandlung von Symptomen. Ayurveda berücksichtigt alle Lebensbereiche des Menschen wie Körper, Emotion, Verstand aber auch soziales Umfeld, Tages-u.Jahreszeiten in Wechselwirkung.

Wie ?

  • Ganzheitliche physische und psychische Diagnose
  • Entspannende und heilende Massagen und Körperbehandlungen
  • Reinigungs-u. Verjüngungsmaßnahmen
  • Ernährungsanpassung an individuelle Bedürfnisse
  • Heilkräuter und ayurvedische Medizin
  • Ruhe, Selbstfindung und Meditation (Yoga)

Die Grundprinzipien von Ayurveda findet man in der Lehre der drei Doshas. Sie steuern die körperlichen und geistigen Funktionen des Menschen und werden Vata, Pitta und Kapha genannt. Alle drei sind für den Menschen notwendig, um sein Leben aufrecht zu erhalten.

Diese drei Temperamente , die sich wiederum aus den fünf Grundelementen Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde ableiten, bestimmen die Persönlichkeit, den Körperbau, Emotionen, Neigungen, Stärken und Schwächen = die Konstitution des Menschen. Paarweise verbunden formen die fünf Element die drei Doshas. Zumeist herrschen ein oder zwei Doshas vor. Sie können aber aber auch in gleichen Anteilen vorhanden sein.

Die Grund-Konstitution des Menschen (Konstitutionstyp) wird durch das genetische Material der Eltern bestimmt.

 

VATA:

„Aktivität und Bewegung“ zusammen gesetzt aus den Elementen Luft und Äther, charakterisiert durch die Merkmale: beweglich, leicht, schnell, kalt- trocken. Es steuert alle Bewegungsabläufe, die Muskulatur, die geistige Aufnahmefähigkeit und die Sinnesorgane.

 

PITTA:

„Stoffwechsel“ zusammen gesetzt aus den Elementen Wasser und Feuer, charakterisiert durch die Merkmale: heiß, scharf, fliessend, flüssig und leicht. Es steuert den Stoffwechsel, die Verdauung, die Haut/strahlendes Aussehen, die Intelligenz und den emotionalen Ausdruck

 

KAPHA:

„Struktur“ zusammen gesetzt aus den Elementen Erde und Wasser, charakterisiert durch die Merkmale kalt, schwer, glatt, ölig, stabil, fest und träge. Es ist für den Zusammenhalt und die Struktur des Körpers verantwortlich, sowie dessen Widerstandsfähikeit gegen Krankheiten.

Das sehr sensible Gleichgewicht der drei Doshas, das bei jedem Menschen von Natur aus anders ist, kann durch Lebensstil, Ernährung, emotionale Zustände und Umweltfaktoren gestört werden. Der Mensch entspricht dann nicht mehr seinem naturgegebenen Konstitutionstyp und reagiert mit typen-entsprechender Befindlichkeitsstörung und Krankheit.

 

Merkmale der Konstitutionstypen:

Vata-Mensch: leichter, zarter Körperbau, geringes Gewicht. Trockene, kühle Haut. trockenes, widerspenstiges Haar. Körperlich sehr aktiv und beweglich, jedoch nicht ausdauernd. Schnelle Auffassungsgabe, Begeisterungsfähigkeit, rasches Handeln, vergessen aber auch schnell wieder. Sehr kreativ. Abneigung gegen Wind und Kälte, Neigung zu Sorgen, Schlafstörungen und Verdauungsproblemen (Verstopfung).

Pitta-Mensch: mittlere, wohlproportionierte Statur. Weiche Haut, Neigung zu Sommersprossen und Muttermalen. Weiches leicht fettendes Haar, frühes Ergrauen. Durchschnittliche Auffassungsgabe, gute Entscheidungsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Mutiger Charakter mit Tendenz zu Ungeduld und leichter Erregbarkeit, guter Redner. Ist organisiert und systematisch, körperlich leistungsstark und sportlich. Abneigung gegen Hitze. Strahlendes Aussehen, gute Verdauung, starker Hunger, lässt Mahlzeiten daher nicht gerne ausfallen.

Kapha-Mensch: kräftiger,stabiler Körperbau, gute Gesundheit und starke Sexualkraft. Dicke, kühle und geschmeidige Haut. Fülliges, kräftiges eher dunkles Haar, wellig; lange Wimpern. Langsame Auffassungsgabe, exzellentes Gedächtnis vor allem Langzeitgedächtnis, Ausdauer, ausgeglichene Persönlichkeit, arbeitet methodisch und langsam. Bevorzugt Gewohntes. Neigung zu langsamer Verdauung, wenig Hunger, tiefer und langer Schlaf, kommt schwer aus dem Bett.

 

Wenn die Doshas aus dem Gleichgewicht geraten:

Wenn alle drei Doshas voll funktionsfähig sind und reibungslos zusammen spielen, herrscht im Körper Gleichgewicht: der Mensch ist gesund Bewegen sie sich jedoch durch die verschiedensten Einflüsse aus ihrem Gleichgewicht reagiert der Mensch zuerst mit Befindlichkeitsstörung, später mit Krankheit.

Vata-Mensch: reagiert ungeduldig, sprunghaft und ermüdet schnell

Pitta-Mensch: reagiert hitzig, mit Hautkrankheiten und Magenproblemen

Kapha-Mensch: reagiert störrisch, dickköpfig, wird faul und legt Gewicht zu

Ziel der ayurvedischen Behandlung ist, das verloren gegangene Gleichgewicht der Doshas wieder herzustellen. Je fortgeschrittener die Störung ist, desto intensiver muss die ayurvedische Behandlung sein.

Bei leichter Störung genügen Ernährungsänderungen und einfache Ayurvedabehandlungen wie z.b. Ölmassagen.

Bei starker Störung ist eine Original Ayurvedakur mit Fokus auf Panchakarma zu empfehlen.

Diagnose und Therapie sollte nur von graduierten oder traditionell-ayurvedischen Ärzten erstellt werden.

Ayurveda wird sowohl in Indien wie auch Sri Lanka an Universitäten gelehrt. Das Studium wird durch ein mehrjähriges Praktikum abgerundet.

Die andere Ausbildungsmöglichkeit ist das Studium bei einem traditionellen Ayurveda-Arzt. Diese stammen aus traditionellen, über Generationen praktizierenden Ayurveda-Familien.Sie unterrichten zumeist nur eine kleine Gruppe von Schülern. Die Schüler müssen -nach der viele Jahre dauernden Ausbildung -ebenfalls ein Examen ablegen.

 

Die Original Ayurveda-Panchakarma-Kur:

ist eine ayurvedische Reinigungskur, die Schlacken und Giftstoffe im Körper löst. Es handelt sich um eine Fünffach-Reinigung – abgeleitet vom Wort „Pancha“, das „fünf“ bedeutet . Die Toxine und Schlacken werden über natürliche Wege (Darm,Harn,Schweissdrüsen und Blutgefäße) abgeführt und somit das Gleichgewicht der Doshas wieder hergestellt.

Angewandt wird sie bei: rheumatischen Erkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden, Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, psychosomatischen Problemen wie u.a. Angst-u. Schlafstörungen, Depressionen, Burn-Out, Erschöpfung, Stress; bei chronischen Kopfschmerzen, Haut-und Atemwegserkrankungen, nach Chemotherapie und schweren Operationen.

Für ein gutes Ergebnis ist eine mindestens zwei-wöchige, idealerweise drei-wöchige Kur nötig.

Die Anwendungen sind angenehm und wohltuend: Ölmassagen, Kräuterdampfbäder, Ölbehandlungen des Kopfes, Beklopfen des Körpers mit Reissäckchen, die mit Tinkturen, welche für das jeweilige Individuum eigens zusammen gestellt werden, getränkt sind. Ayurvedische Medikamente und Ernährung ergänzen die Anwendungen.

 

Die drei Phasen der Panchakarma-Kur:

  • Purvakarma: Vorbereitung durch Ölmasssagen und Dampfbäder, welche die im Körper eingelagerte Gifte/Stoffwechselschlacken äusserlich lösen. Ayurvedische Heilpflanzen, Gewürze und Ernährung lösen das „Ama“ (Stoffwechselschlacken) innerlich.
  • Panchakarma: die aus den Geweben gelösten Giftstoffe werden ausgleitet
    • Vamana-therapeutisches Erbrechen
    • Virechana-Abführen
    • Vasti-Darmeinlauf
    • Nasya-Stirn- u. Nasennebenhöhlenreinigung
    • Raktamokshana-Blutreinigung
  • In der Praxis werden bei westlichen Patienten das therapeutische Erbrechen und die Blutreinigung nicht durchgeführt.
  • Pashatkarma: Nachbehandlung zum Stabilisieren des Behandlungserfolges

 

„Agni" und Ernährung:

Die Ernährung nimmt eine ganz zentrale Rolle ein. Sie sollte ausgewogen und typengerecht sein. Das bedeutet im ayurvedischen Sinn alle Geschmacksrichtungen – süß, sauer, salzig, scharf, bitter, herb respektive adstringierend abzudecken.

Die Verdauungskraft, auch als biologisches Feuer - Agni bezeichnet, regelt den Stoffwechsel. Mit Hilfe von Agni wird die Nahrung verdaut und abgebaut und daraus Gewebe aufgebaut. Agni ist aber auch für den Abtransport von Schlacken und Toxinen verantwortlich.

Die Doshas und Agni stehen in Wechselwirkung. Ein reduziertes Agni bewirkt ein Ungleichgewicht der Doshas, umgekehrt bewirkt ein Ungleichgewicht der Doshas ein verschlechtertes Agni.

Der Mensch lebt ohne gesundheitliche Probleme so lange „Agni“ seine Funktion richtig erfüllt. Agni wandelt nicht nur die Nahrung, sondern auch Emotionen, Lebensinformationen und Eindrücke (= Körperfremdes) in Körpereigenes um. Gesundheit, Lebensdauer, Ausstrahlung, Begeisterungsfähigkeit, Energie, der Wärmehaushalt, Immunsystem und Atemkraft hängen vom biologischen Feuer ab. Aus diesem Grund ist es für alle Konstitutionstypen wichtig sich „ typengerecht“ zu ernähren und damit die Verdauungskraft (Agni) intakt zu halten.

Bei einem geschwächten Agni können auch emotionale Probleme Körpergifte bilden. Ein Trauma, das nicht verarbeitet/verdaut wurde „liegt im Magen“, ebenso wie unverdaute (ungeeignete) Nahrung. Ein kraftloses Immunsystem mit allerlei Erkrankungen wie Allergien, Grippe und anderen ist die Folge. Auf der psychischen Ebene kann es bei gestörtem Agni ebenfalls zu Befindlichkeitsstörungen und Krankheit kommen (z.b.depressive Verhaltensweise).

 

„Ama“ und Krankheit:

Kommen die Doshas durch falsche Ernährung, falsches Verhalten und andere Einflüsse (Umwelt, Stress, etc) aus ihrem Gleichgewicht -ein Dosha vermehrt sich stark zu ungunsten eines anderen- so sammelt sich dieses an einem dem Konstitutionsyp entsprechenden Ort des Körpers und bildet Ama (einen Energiestau):

bei Vataüberschuss: Ama sammelt sich in Form von Gasen im Dickdarm
bei Pittaüberschuss: Ama sammelt sich als Säure im Dünndarm , sowie in der Leber
bei Kaphaüberschuss: Ama sammelt sich in Form von Schleim in Magen und Lunge

Die oben genannten Überschüsse führen in weiterer Folge zu den typen-entsprechenden Krankheiten.

 

Yoga und Meditation

Nachdem Ayurveda ein ganzheitlicher Ansatz ist, darf auch die innere Ruhe und Harmonie nicht zu kurz kommen. Yoga aktiviert die Selbstheilungskräfte. Atemübungen fördern den Energiefluss und versorgen alle Zellen mit ausreichend Sauerstoff. Der Fluss des Atems sorgt für Ruhe und Entspannung des Geistes.

 

Literaturverzeichnis:

Lad, Vasant: Das große Ayurveda-Heilbuch 2003
Scherer, Dieter: Ayurveda für Gesundheit und Schönheit 2007
Schrott, Ernst: Ayurveda für Gesundheit, Glück und langes Leben 2005
Internet-Recherche:.......................

 

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